Chef- Trainer Rainer Lisiewicz und Trainer und Sportdirektor Wolfgang Wolf, Lok Leipzig
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Fußball | Regionalliga 1. FC Lok bricht Auswärtsfluch in Halberstadt

15. Spieltag

Der 1. FC Lok Leipzig hat seinen Auswärtsfluch beim VfB Germania Halberstadt gebrochen. Im achten Versuch gelang den Blau-Gelben der erste Sieg im Friedensstadion. Die Weichen für ein letztendlich souveränes 2:0 (2:0) vor 855 Zuschauern legte die Wolf-Elf bereits vor der Pause dank zwei Standardsituationen. Der FCL schiebt sich zumindest über Nacht an die Tabellenspitze.

von Maximilian Hendel (Halberstadt)

Chef- Trainer Rainer Lisiewicz und Trainer und Sportdirektor Wolfgang Wolf, Lok Leipzig
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Halberstadts zuletzt infektgeschwächter Kapitän Tino Schulze war Sven Körners einzige Veränderung in der Startelf der Gastgeber – der Linksverteidiger ersetzte den gesperrten Pascal Schmedemann. Loks Cheftrainer Wolfgang Wolf hingegen wechselte auf zwei Positionen. Maik Salewski durfte hinten rechts für Robert Berger und Djamal Ziane im Angriff anstelle von Romario Hajrulla ran.

Zwei Wirkungstreffer bringen den VfB aus dem Konzept

Bei kaltem Dauerregen gelang den Kontrahenten im ersten Durchgang vor allem aus dem Spiel heraus wenig. Umso öfter segelten dafür ruhende Bälle aus Standardsituationen vor allem in den Strafraum der Gastgeber. Immer wieder probierte sich dabei Leipzig Kunstschütze Aykut Soyak – zunächst ohne Ertrag. In der 29. Minute hatte er seinem rechten Fuß jedoch auf Betriebstemperatur gebracht. Punktgenau landete Soyaks Freistoß aus dem rechten Halbfeld  am langen Pfosten, wo Innenverteidiger Robert Zickert bereits schulbuchmäßig in der Luft stand und einköpfte.

Ein Wirkungstreffer, der die bis dato ebenbürtigen Halberstädter spürbar aus dem Konzept brachte. Hatten sich Patrik Twardzik und Kimbyze-Kimby Januario immerhin mit Warnschüssen dem FCL-Kasten genähert (6./16.), blieb der VfB nach Zickerts Tor konsterniert. Das nutzte Lok – einmal mehr durch einen Standard: Ein VfB-Akteur köpfte Soyaks Ecke unglücklich vor die Füße von Matthias Steinborn, der das Geschenk aus Nahdistanz humorlos annahm (38.).

Matthias Steinborn (1. FC Lok).
Traf einmal mehr für den 1. FC Lok - Angreifer Matthias Steinborn (Archivbild). Bildrechte: imago images/Beautiful Sports

Pfeffer scheitert, aber Lok souverän

Körner reagierte – brachte zum Wiederanpfiff Stefan Korsch und Batikan Yilmaz für die unsichtbaren Dennis Blaser und Paul Grzega. Auffällig blieb allerdings weiterhin Leipzigs Aykut Soyak – ein feiner Schlenzer aus 15 Metern landete am Querbalken (53.). Wenige Minuten darauf lag Sascha Pfeffer das dritte Leipziger Tor auf dem Silbertablett – allerdings witterte VfB-Keeper Florian Sowade die aus seiner Sicht linke Ecke und wehrte Pfeffers Foulelfmeter sehenswert ab (62./Schulze hatte Pfeffer zuvor gefoult).

Das gab den Gastgebern zumindest kurzzeitig neuen Schwung – Schötterl entschärfte Januarios Aufsetzer dennoch sicher (63.), bevor Twardzik aus freier Strafraumposition weit verzog (73.). Ansonsten spielten Schötterls Vorderleute die Partie souverän nach Hause.

Das sagten die Trainer

Wolfgang Wolf (Leipzig): "Wir wollten Akzente setzen und dominieren - das ist uns über weite Strecken der Partie gelungen. Dazu haben wir hinten nichts zugelassen. So langsam versteht die Mannschaft, was ich will. Du fährst hier nicht einfach mal so nach Halberstadt und gewinnst. Svens junge Mannschaft presst sehr gut und macht es dem Gegner immer schwer. Entsprechend bin ich sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft. Darauf lässt sich weiter aufbauen."

Sven Körner (Halberstadt): "Glückwunsch an Wolfgang zu einem jederzeit verdienten Sieg seiner Mannschaft. Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit mutlos, nicht konsequent, nicht griffig und überhaupt nicht ballsicher agiert, sondern waren nur damit beschäftigt, einfach hergeschenkte Standards zu verteidigen. Das ist uns zu allem Übel bei zwei entscheidenden Situationen nicht gelungen. Wir haben unter der Woche vor ihrer Stärke bei Standardsituationen gewarnt. In der Pause war es dann zum ersten Mal richtig laut in der Kabine geworden. Danach lief es besser, die Jungs haben noch mal alles probiert, aber es hat gegen diese so erfahrene Mannschaft von Lok einfach nicht gereicht."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 09. November 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. November 2019, 20:13 Uhr

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