08.11.2019 | 09:40 Uhr 100.000 Euro Belohnung für Hinweise nach Anschlägen in Leipzig

Die Grafik zeigt einen verbrannten Kran auf einer Großbaustelle, die Unbeannte angezündet haben. Danaben sind Geldbündel zu sehen. Sie zeigen symbolisch 100.000 Euro, die die BEhörden ausgeben für denjenigen, der Hinweise auf vermutlich linksradikale Täter geben kann.
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Das Landeskriminalamt Sachsen und die Staatsanwaltschaft haben insgesamt 100.000 Euro Belohnung ausgesetzt für Hinweisgeber, die zu einem Brandanschlag und einem Überfall auf eine Immobilien-Mitarbeiterin in Leipzig geben können. Konkret geht es um den Brandanschlag vom 3. Oktober in der Prager Straße sowie um den Überfall auf eine Prokuristin in deren Wohnung am 4. November im Leipziger Stadtteil Wahren.

Die Ermittler fragen:

  • Wer kennt die Täter oder Personen aus deren Umfeld?
  • Wer hat zu den Tatzeiten im näheren oder weiteren Bereich der genannten Tatorte verdächtige Personen und Fahrzeuge gesehen oder sonstige relevante Feststellungen gemacht?

Hinweise nimmt das Landeskriminalamt Sachsen unter Tel.: 0800 855-2055 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

So setzt sich die Belohnung zusammen

Auf einer Baustelle brennt es
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Vergleichbare Belohnungen sind nach Auskunft des LKA in den vergangenen zehn Jahren in Sachsen nicht ausgelobt worden. Üblich seien normalerweise Summen zwischen 10.000 und 20.000 Euro. Die Ermittler schließen nicht aus, dass die gleichen Täter oder Tätergruppen, die am 3. Oktober in Leipzig eine Baustelle angezündet und vorige Woche die Immobilienmitarbeiterin in Leipzig überfallen haben, auch Anschläge auf Baufahrzeuge in Bautzen und Rodewisch verübt haben. Deshalb sei die Belohnung auf 100.000 Euro festgelegt worden.

Behörden gegen Linksextremismus

Am Freitagvormittag besprechen der Innenminister Roland Wöller und der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung in Dresden Maßnahmen gegen Linksextremismus. Bereits Anfang der Woche hatten Polizei und sächsische Sicherheitsbehörden Maßnahmen vorgestellt, um gegen linksextremistische Strukturen vorzugehen. So soll ab Dezember eine Soko Linx in Leipzig gebündelt arbeiten.

Leipziger Stadtgesellschaft gefordert

Leipzig Oberbürgermeister Burkhard Jung hatte am Donnerstagabend die gewalttätigen Übergriffe und Angriffe von Linksextremisten scharf verurteilt. Zugleich begrüßte er die Bildung der Sonderkommission Linx. "Seit Jahren fordere ich mehr sichtbare Polizei und mehr Justiz. Jetzt endlich hat der Freistaat reagiert", sagte er dazu. Zugleich verlangte er von der gesamten Stadtgesellschaft mehr Einsatz gegen Extremismus - sowohl gegen linken als auch gegen rechten Extremismus. Mehr Infomationen zur Rede des Leipziger OB lesen Sie hier:

Quelle: MDR/kk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 08.11.2019 | ab 11:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 08.11.2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. November 2019, 09:40 Uhr

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