08.11.2019 | 18:26 Uhr Landgericht Dresden: Acht Jahre Haft für Totschlag

Urteil Mordprozess Dresden
Der 39-Jährige muss für mehr als acht Jahre hinter Gitter. Die Urteilsverkündung stieß auf großes öffentliches Interesse. 15 Frauen, nach Einschätzung der Reporterin aus dem Umfeld des Täters, verfolgten den Richterspruch. Bildrechte: xcitePRESS

Am Landgericht Dresden ist das Urteil gegen einen 39 Jahre alten Tunesier gefallen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er im März dieses Jahres in Dresden-Prohlis einen Landsmann erstochen hat. Der 39-Jährige muss nun wegen Totschlags für acht Jahre und vier Monate ins Gefängnis. Ursprünglich war er wegen Mordes angeklagt. Das Mordmerkmal der Heimtücke konnte ihm aber nicht nachgewiesen, so eine MDR-Gerichtsreporterin.

Tunesisches Konsulat eingeschaltet

Er habe in erster Linie aus Eifersucht seinen Freund erstochen, hieß es in der Urteilsbegründung. Dazu kamen wohl Diskussionen um Schulden sowie um fehlende Dankbarkeit. Der verurteilte Totschläger hatte den Jüngeren nach Deutschland geholt. Im Streit um eine Frau habe er gezielt seinem Landsmann die Halsschlagader durchtrennt, so das Gericht. Der 39-jährige, mittlerweile abgelehnte Asylbewerber, war 2015 nach Deutschland gekommen.

Die Identität des Opfers konnte erst nach seinem Tod festgestellt werden, weil es unter falschem Namen in Deutschland lebte. Um die wahre Identität zu klären, wurde das tunesische Konsulat eingeschaltet.

Quelle: MDR/aa/dk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 08.11.2019 | 17:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

Zuletzt aktualisiert: 08. November 2019, 18:26 Uhr

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