13.12.2019 | 16:27 Uhr "Hoch die Tassen?" - Glühweinstreifen der Polizei Dresden warnen vor Alkohol

Schwibbbogen am Striezelmarkt
Mit "Glühweinstreifen" wollen Polizei und Ordnungsamt auf den Dresdner Weihnachtsmärkten für einen aufmerksameren Umgang mit Alkohol im Straßenverkehr werben. Bildrechte: MDR SACHSEN

Die Polizeidirektion Dresden und das Ordnungsamt führen am Freitagabend auf dem Striezelmarkt "Glühweinstreifen" durch. Dresdner können auf freiwilliger Basis ihren Atemalkoholwert testen und sich über die Gefahren von Alkohol aufklären lassen. Die Streifen sind Bestandteil der Aktion "Hoch die Tassen?".

"Hoch die Tassen?"

Bei der Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden durch Alkoholeinfluss lag Dresden in den letzten Jahren an der Spitze. Stadt und Polizei Dresden wollen ein Umdenken bei den Einwohnern bewirken und auf die Gefahren von Alkoholkonsum im Straßenverkehr aufmerksam machen. Schon eine Tasse Glühwein reicht aus, "dass ein 80 Kilo schwerer Mann etwa 0,3 Promille im Blut hat", erklärt Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel. Nach einer Tasse könne schon der Pegel erreicht sein, mit dem man sich nicht mehr hinter das Steuer setzen kann. Dies sei kein Kavaliersdelikt. Schon bei Anzeichen von Fahrunsicherheit oder bei einem Unfall könne man sich strafbar machen, mahnt Sittel.

Risikogruppe E-Roller

Escooter auf Straßenbahnschienen
Elektro-Roller gehören mittlerweile zur Risikogruppe im Straßenverkehr. Bei der Anzahl der Alkoholverstöße sind die Roller sogar trauriger Spitzenreiter. Bildrechte: dpa

Dieselben Regelungen gelten auch für Fahrer von Elektro-Rollern, da die Roller als Elektrokleinstfahrzeug gelten. Allein zwischen August und Oktober wurde bei 217 Roller-Fahrern ein Überschreiten der zulässigen Promillegrenzen festgestellt. "Die neue Verkehrsteilnehmergruppe der E-Roller-Fahrer ist damit aktuell für mehr als die Hälfte aller Alkoholverstöße im Straßenverkehr verantwortlich", so Polizeisprecher Thomas Geithner.

Alkohol ist unterschätztes Suchtmittel

Als Suchtmittel gewinnt Alkohol zudem immer mehr an Bedeutung. In vier von fünf Fällen waren Krankenhausbehandlungen in diesem Jahr auf Alkohol zurückzuführen. Die Stadt Dresden will aber nicht den Zeigefinger heben. Stattdessen sollen die Menschen animiert werden, sich mit dem Thema "Alkohol im Straßenverkehr" auseinander zu setzen. "Genießen Sie die Glühweinvielfalt auf dem Striezelmarkt. Aber lassen Sie das Auto zu Hause und steigen Sie nicht betrunken auf den nächsten Roller", so Sittel abschließend.

Quelle: MDR/fg/Stadt Dresden

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 11.12.2019 | 09:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2019, 16:27 Uhr

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