Neujahrsansprachen Ministerpräsidenten machen Mut und mahnen

Die Ministerpräsidenten von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben in ihren Neujahrsansprachen Bilanz gezogen und auf die anstehenden Herausforderungen im kommenden Jahr geblickt.

Ministerpräsidenten Michael Kretschmer, Reiner Haseloff und Bodo Ramelow
Die Ministerpräsidenten Michael Kretschmer, Reiner Haseloff und Bodo Ramelow haben in ihren Neujahrsansprachen auf 2019 zurückgeschaut und auf 2020 geblickt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Kretschmer ermuntert die Sachsen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sprach seinen Landsleuten für das neue Jahr Mut zu. Er sagte in seiner Neujahrsansprache, er wünsche sich für das neue Jahr, dass alle Sachsen geschlossen und mit Mut auf das zugehen, was das Leben als Überraschung bereithalte. Zugleich ermunterte er die Bürger, mit der Regierung im Gespräch zu bleiben.

Wir alle sind Sachsen. Und wir alle entscheiden gemeinsam, wie es mit unserem Heimatland weitergeht.

Michael Kretschmer

Haseloff mahnt mehr Toleranz an

Ministerpräsident Reiner Haseloff forderte die Sachsen-Anhalter auf, verständnisvoll und tolerant miteinander umzugehen. Er sagte, Hass und Ausgrenzung hätten in der Gesellschaft keinen Platz. Es dürfe nicht sein, dass sich Extremismus und Gewalt im Land wieder ausbreiteten.

Haseloff erklärte, es gebe Entwicklungen, die ihm Sorge bereiteten. Der CDU-Politiker erinnerte noch einmal an den Terroranschlag auf eine Synagoge in Halle im Oktober. Der Anschlag habe ihn schockiert.

Sachsen-Anhalt wird weiterhin ein Land sein, in dem wir friedlich zusammenleben, in dem jeder Mensch seinen Platz und seine Chance findet, unabhängig von Glaube, Herkunft und Weltanschauung.

Reiner Haseloff

Haseloff verwies zudem auf die Herausforderungen im neuen Jahr. Es gelte den Strukturwandel in der Kohleregion ebenso zu bewältigen wie die Auswirkungen des geplanten EU-Austritts Großbritanniens. Um diese Aufgaben erfolgreich anzugehen, müsse Sachsen-Anhalt zusammenstehen und gemeinsam anpacken.

Ramelow verspricht mehr direkte Demokratie

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow sprach sich in seiner Neujahrsansprache für mehr direkte Demokratie aus. Er sagte, Ziel sei es, den Einfluss der Thüringer auf die zentralen politischen Entscheidungen zu erhöhen.

Ramelow versprach, deshalb werde es in der kommenden Wahlperiode neue und erweiterte Möglichkeiten direkter Beteiligung im Freistaat geben. Bürgerbegehren sollten nicht länger am sogenannten Haushaltsvorbehalt scheitern, also nicht schon deshalb unzulässig sein, weil damit verbundene Beschlüsse Geld kosten könnten.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 31. Dezember 2019 | 18:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 31. Dezember 2019, 17:01 Uhr