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Viele Schüleraustausche gehen ins Ausland. Bildrechte: dpa

30 Jahre Mauerfall Schüleraustausch zwischen Ost und West

Zum 30. Jahrestag des Mauerfalls werben Politiker für einen intensiveren Kontakt zwischen Schülern aus Ost- und Westdeutschland. Dabei setzen sie auf mehr Schüleraustausche.

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Viele Schüleraustausche gehen ins Ausland. Bildrechte: dpa

Mehrere Politiker haben sich am 30. Jahrestag des Mauerfalls für mehr Schüleraustausche zwischen den ost- und westdeutschen Bundesländern ausgesprochen. Dadurch soll das Verständnis füreinander wachsen. Bereits Anfang des Jahres hatte Helmut Holter in seinem Amtsjahr als Präsident der Kultusministerkonferenz diesen Vorschlag gemacht.

Als Rheinländer nach Erfurt

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet sagte dem "Kölner Stadt Anzeiger", dass man auch 30 Jahre nach dem Mauerfall zu wenig voneinander wisse. Viele Rheinländer und Westfalen seien noch nie in Ostdeutschland gewesen. Klassenfahrten führten nach Paris, Barcelona oder Berlin. "Warum nicht auch nach Erfurt oder Greifswald?" Im Idealfall würden Freundschaften entstehen.

Dem Vorschlag steht der Ostbeauftragte Christian Hirte positiv gegenüber: "Wir erleben gerade, dass tatsächliche und scheinbare Gegensätze wieder stärker betont und in den Blick genommen werden."

Kein Zwang zum Austausch

Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Hasseloff befürwortet Schüleraustausche. Ein Sprecher teilte mit, dass diese sowohl international als auch zwischen Ost und West Hasseloffs Ansicht nach zu besseren Verständnis unterschiedlicher Lebensbedingungen und Auffassungen führe. Wünschenswert seien darüber hinaus Treffen an "markanten Punkten der Geschichte". Als Beispiel nannte der Sprecher den ehemaligen Grenzkontrollpunkt Marienborn. Einen Zwang zu solchen Schüleraustauschen lehne Hasseloff aber ab.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 09. November 2019 | 10:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. November 2019, 11:52 Uhr