Elefanten und Giraffen im Etosha Nationalpark Namibia
Elefanten und Giraffen im Etosha Nationalpark in Namibia. Bildrechte: imago images/Nature Picture Library

Cites in Genf UN-Konferenz berät über weltweiten Artenschwund

Immer mehr wildlebende Tiere sind vom Aussterben bedroht. In Genf berät eine UN-Konferenz über einen besseren Schutz. Einige Staaten fordern, das Handelsverbot für Elefanten zu lockern. Die Bundesregierung ist dagegen.

Elefanten und Giraffen im Etosha Nationalpark Namibia
Elefanten und Giraffen im Etosha Nationalpark in Namibia. Bildrechte: imago images/Nature Picture Library

In Genf beraten seit Samstag die Vertreter von 183 Unterzeichner-Staaten des Washingtoner Artenschutzabkommens Cites über den Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten.

Cites-Generalsekretärin Ivonne Higuero bezeichnete den weltweiten Rückgang der Artenvielfalt in ihrer Auftaktrede als "gefährlich" und "beispiellos". Weiterzumachen wie bisher sei beim Artenschutz keine Option mehr. Ein Schwerpunkt der Konferenz ist unter anderem der illegale Handel mit Wildtieren, der vor allem im Internet boomt und das Artensterben mitverursacht.

Der gefährliche Rückgang der Natur ist beispiellos. Das Artensterben beschleunigt sich. Bis zu eine Million Arten sind jetzt bedroht.

Ivonne Higuero, CITES-Generalsekretärin

Handelsverbot für Elefanten lockern

Ein Thema, das auf der zwölftägigen Tagung diskutiert wird, sind Anträge mehrerer Länder des südlichen Afrikas, den Elefanten- und Nashornschutz zu lockern.

Elfenbein von Elefanten wird im Nairobi Nationalpark verbrannt
Elfenbein von Elefanten wird im Nairobi Nationalpark in Kenia verbrannt. Bildrechte: dpa

Sambia, Botsuana, Namibia und Simbabwe begründeten ihren Vorstoß damit, dass ihre bisherigen Schutzmaßnahmen erfolgreich gewesen seien. In Botsuana etwa sei die Elefanten-Population zwischen 2002 und 2015 von rund 100.000 auf 130.000 Tiere gewachsen. In der Zählung des "Great Elephant Census" hieß es 2016 allerdings, dass die Elefanten-Bestände seit 2010 schon wieder um 15 Prozent geschrumpft seien.

Die Bundesregierung will sich in Genf vor allem für einen besseren Kampf gegen die Wilderei einsetzen. Sie ist außerdem gegen eine Lockerung der geltenden internationalen Handelsverbote.

Schutzstatus für Giraffen

Zum ersten Mal steht in Genf die Forderung auf der Agenda, den Schutzstatus der afrikanischen Giraffe festzulegen. Dies würde die Nachverfolgung und Regulierung des Handels mit Giraffen-Produkten ermöglichen. Wie das Bundesumweltministerium mitteilte, lag der weltweite Bestand frei lebender Giraffen im Jahr 1985 zwischen 146.700 und 158.500. Zählungen in den Jahren 2015 und 2016 ergaben demnach nur noch einen Bestand von rund 85.000 Tieren.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 17. August 2019 | 13:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. August 2019, 21:12 Uhr

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1 Kommentar

18.08.2019 15:48 Johann Flaum 1

Sehr geehrte Teilnehmer von Artenschutz Konferenz,

wann endlich werden Sie bei Ihrer Treffen die Hauptursache von Tier- und Pflanzenausrottung ansprechen, nämlich die Überbevölkerung!!!! Wir haben zur Zeit schon 9 Milliarden Menschen auf der Erde, was ungeheurliche Zerstörungen mit sich bringt. Wir brauchen Geburten Regelungen!!! Schauen Sie mal auf figu.org Webseite. Die ganze Gerede ist nutzlos, wenn Sie die Hauptproblem nicht erwähnen. Normale ideale Zahl Menschen auf der Erde wäre 529 Millionen Menschen.