MDR AKTUELL - Meldungen um 17:30 Uhr


Guterres: Verschärfung des Krieges wäre "humanitärer Albtraum"

UN-Generalsekretär Guterres hat die Wichtigkeit einer politischen Lösung für das Bürgerkriegsland Libyen hervorgehoben. In seiner Ansprache auf der Libyen-Konferenz in Berlin sagte Guterres, eine weitere Verschärfung des Krieges müsse verhindert werden. Sonst endete der Konflikt in einem humanitären Albtraum und das Land werde dauerhaft gespalten. Ähnlich hatten sich zuvor die Staatschefs mehrerer Länder, die an der Friedenskonferenz teilnehmen, geäußert. Italiens Ministerpräsident Conte sagte, Italien sei bereit, bei der Überwachung des Waffenstillstandes zu helfen. US-Außenminister Pompeo schrieb auf Twitter, er und sein türkischer Amtskollege Cavusoglu forderten ein Waffenstillstandsabkommen und einen UN-geführten Überwachungsmechanismus für Libyen.


Neuartige Lungenkrankheit in China breitet sich aus

Die neuartige Lungenkrankheit in der chinesischen Metropole Wuhan breitet sich weiter aus. Die Behörden meldeten 17 weitere Fälle. Die Zahl der Infizierten steige damit auf über 60. Zwei Menschen seien bisher gestorben. Britische Forscher wiesen darauf hin, dass das neue Corona-Virus mittlerweile auch in Thailand und Japan gemeldet worden sei. Das lege die Vermutung nahe, dass deutlich mehr Menschen infiziert seien als von China angegeben. Chinas Nationale Gesundheitskommission meldete, der Übertragungsweg des Virus sei noch nicht vollständig geklärt. Auch die Quelle sei unklar. Trotzdem bestehe kein Grund zur Panik.


Flugzeugabsturz im Iran: Sterbliche Überreste in Ukraine überführt

Nach dem Abschuss eines Flugzeuges nahe Teheran sind die sterblichen Überreste der ukrainischen Opfer in ihre Heimat überführt worden. Nach der Ankunft der Särge fand in Kiew eine Gedenkzeremonie statt. Neben Angehörigen nahmen auch der ukrainische Präsident Selenskyj und Ministerpräsident Gontscharuk teil. Der Iran hatte das ukrainische Flugzeug vergangene Woche irrtümlich abgeschossen. Fast 180 Menschen kamen ums Leben. Die beiden Flugschreiber der Maschine werden derzeit im Iran ausgewertet.


Weniger Norovirus-Infektionen in Thüringen

In Thüringen haben sich im vergangenen Jahr weniger Menschen mit Noroviren infiziert. Wie das Landesgesundheitsministerium mitteilte, hatten etwa 7.800 Menschen von dem Virus verursachte Magen-Darm-Krankheiten. Im Jahr zuvor seien es noch rund 1.000 Fälle mehr gewesen. Die meisten labortechnisch bestätigten Infektionen habe es im Eichsfeld, dem Weimarer Land und dem Unstrut-Hainich-Kreis gegeben. Dem Ministerium zufolge verursacht das Norovirus weltweit 70 bis 80 Prozent der plötzlich auftretenden Brechdurchfälle.


Neue Dauerausstellung über die Wannsee-Konferenz

Im Haus der Wannsee-Konferenz in Berlin ist seit heute eine neue Dauerausstellung zu sehen. Sie hat den Titel "Die Besprechung am Wannsee und der Mord an den europäischen Jüdinnen und Juden". Gedenkstättendirektor Jasch sagte, man wolle ein breiteres Publikum anziehen. Der Prozess der Verfolgung und der Völkermord an den Juden im Nationalsozialismus würden verständlicher dargestellt. - Bei der sogenannten Wannsee-Konferenz am 20. Januar 1942 versammelten sich Vertreter der Reichs- und Besatzungsbehörden, der SS und Polizei. Sie besprachen die Organisation des Massenmordes an den europäischen Juden.

Zuletzt aktualisiert: 19. Januar 2020, 17:31 Uhr